Das Weltenei

2019 | 140 x 180cm

Öl auf Leinwand

Kain und Abel

2019 | 210 x 170cm

Öl auf Leinwand

Mitten in der Malerei

2018 | 120 x 100cm

Öl auf Leinwand

Die Geister, die ich rief

2018 | 120 x 100cm

Öl auf Leinwand

Rast und Rost

2018 | 120 x 100cm

Öl auf Leinwand

Narziss

2018 | 120 x 100cm

Öl auf Leinwand

Die Last des Ideals

2018 | 120 x 100cm

Öl auf Leinwand

Der Wert der Arbeit

2018 | 120 x 100cm

Öl auf Leinwand

Älter werden? Nein danke!

2018 | 120 x 100cm

Öl auf Leinwand

Vier Phasen der Gerechtigkeit

2018 | 120 x 100cm

Öl auf Leinwand

In guter Gesellschaft

2018 | 120 x 100cm

Öl auf Leinwand

Der Beginn eines Menschen

2018 | 125 x 80cm

Öl auf Leinwand

Stille Post

2018 | 50 x 56cm

Öl auf Leinwand

Aufbruch ins goldene Zeitalter

2018 | 210 x 360cm

Öl auf Leinwand

Dialektik der Malerei

2018 | 170 x 210cm

Öl auf Leinwand

Neun Studien

2018 | jeweils 25 x 19cm

Öl auf Leinwand

Die drei Affen - nichts böses sagen

2018 | 125 x 100cm

Öl auf Leinwand

Die drei Affen - nichts böses sehen

2018 | 125 x 100cm

Öl auf Leinwand

Die drei Affen - nichts böses hören

2018 | 125 x 100cm

Öl auf Leinwand

Dynamik des Malens

2018 | 150 x 100cm

Öl auf Leinwand

Wahrheit oder sein eigenes Orakel sein

2018 | 125 x 100cm

Öl auf Leinwand

Faust

2018 | 120 x 100cm

Öl auf Leinwand

Den toten Hasen zum Leben erwecken

2017 | 140 x 180cm

Öl auf Leinwand

Der Tod ist die Gewissheit des Lebens

2017 | 100 x 89cm

Öl auf Leinwand

Der Augur

2017 | 115 x 70cm

Öl auf Leinwand

Unter Fröschen

2017 | 100 x 80cm

Öl auf Leinwand

Held der Stunde

2016 | 48 x 46cm

Öl auf Leinwand

Maskerade

2016 | 120 x 100cm

Öl und Collage auf Leinwand

Auf zur Arbeit!

2018 | 115 x 125cm

Öl und Collage auf Leinwand

Realitätsverlust

2016 | 120 x 100cm

Öl auf Leinwand

Publications

Katalog

-

Ego Renaissance

2019 | A5

Beiheft

-

Texte und Gedanken

2019 | A5

Katalog

-

Kölner Liste

2017 | A5

Biography

2019

Stipendiat der Dr. Hans-Werner Dildei Familienstiftung


2018

Stipendiat der BEST Gruppe


2014

Studium der Malerei in der Klasse von Prof. Andreas Schulze


2012

Studium der freien Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf


2011

Abitur Görres Gymnasium, Düsseldorf


1991

Geboren in Bonn



"Sämtliche Bilder, die Fabian Pfleger für seine Jahresausstellung in den Räumen der BEST GRUPPE schuf, sind ausschließlich auf Selbstporträts aufgebaut (wenn man von Wolken und Bergen absieht). Diese Entscheidung ist ebenso radikal wie gewagt. In jedem akademischen Zusammenhang wäre ein solcher „parti pris“ verrufen. In diesem Rahmen erweist sich der Künstler produktiverweise ermutigt und beflügelt, neues Terrain zu betreten, für sich und für uns alle.

Das Selbstporträt hat eine lange Vorgeschichte in der Kunsthistorie. Näher betrachtet ist es gleichwohl an die Anerkennung des Künstlers als Individuum geknüpft, die erst ab 1500 mit der Renaissance aufkommt. In unserer unmittelbaren Gegenwart ist das Selbstbildnis durch die Selfies und ihre unmittelbare Veröffentlichung auf den Internetplattformen zum Klischeebild banalisiert.

Genau das kehrt Fabian Pfleger um. Angesichts dieses Phänomens der Selfies erweisen die neuen Gemälde von Fabian Pfleger ihre hohe Reflexivität. Der Maler steht hier zwar oft ein Dutzend Mal und mehr auf und vor der Leinwand, aber er gibt sich niemals naiv wieder, sondern stets reflektiert. Man denkt an Caspar David Friedrichs Selbstporträt im Atelier von 1811. Auf jedem Bild handelt es sich um eine in ihrer inneren Gliederung unabsehbare Abfolge des Nachdenkens des Künstlers über seine Arbeit.

Dazu kommen ein großer Humor bzw. eine von Anbeginn mitgedachte Absurdität. Wer hat schon Gemälde rein auf multiple Selbstbildnisse im gleichen Bild aufgebaut? Man könnte in der Kunstgeschichte an den Surrealismus denken. Doch dessen Erbe negiert Fabian Pfleger bewusst durch den durchgängigen Nominalismus, durch die Sachlichkeit seiner Darstellungsweise. Die Selbstporträts auf seinen Bildern sind Selbstporträts und nichts mehr als das, ebenso wie die Wolken und die Berge lediglich Wolken und Berge sind – nichts verweist auf eine andere, dahinter liegende Bedeutung.

Dies bringt uns zum Kern dieser Malerei, zum „Kunstwollen“ von Fabian Pfleger. Er kommt von der Philosophie, die er studierte und deren Tradition er ebenso auswendig kennt wie jene der Malerei. Innerhalb der Philosophie praktizierte er zuletzt intensiv die Sprachphilosophie insbesondere von Ludwig Wittgenstein (1889–1951), der das Nachdenken über das Sagbare und das Nichtsagbare ins Zentrum seiner postmetaphysischen Philosophie stellte, die heute die zweitmeistzitierte weltweit ist.

„Irgendwann wollte ich direkt zu den Menschen sprechen, ohne die Selbstreflektivität der Sprache. So entschied ich mich für die bildende Kunst“, sagt Fabian Pfleger. Das Jahresstipendium der BEST GRUPPE und die so ermöglichte Einzelausstellung gaben ihm den Mut, seine Konzeption der Kunst in einer multiplen Werkreihe vorzutragen. Der Aufbau sämtlicher Bilder ausschließlich aus Selbstporträts hat nichts narzisstisches. Er exemplifiziert das Nachdenken des Malers und des Bildes über sich selbst. Oder wie der Künstler sagt: „Der heimliche Wunsch ist, dass jeder Betrachter sich sagt: Wie sähe das Bild aus, wenn es aus meinem eigenen Selbstporträt aufgebaut wäre?“ Man ist, auch im futuristischen Bildraum der meisten Bilder, in sehr überraschender Weise bei Marcel Duchamp (1887–1968), dem Vater der konzeptuellen Kunst im 20. Jahrhundert.

Fabian Pfleger vollzieht mit dieser Werkreihe noch einen weiteren, bewusst gesetzten Schritt, jenen von der Grafik zur Farbe. Der Sprachphilosoph, der zur Malerei ging, um direkt zu den Mitmenschen sprechen zu können, hatte sich die grafischen Techniken, um Dinge und Personen direkt darstellen zu können, weitgehend selbst an der Kunstakademie Düsseldorf beigebracht, von seinem Klassenleiter Andreas Schulze und von Arnim Tölke, dem Leiter der Zeichnungsklasse, beraten. Angesichts der Aufgabe in der BEST GRUPPE entschied er sich, in diesen neu gemalten Bildern mit den Farbtuben, die er erst aufgrund des Stipendiums kaufen konnte, die Farbe zu erobern.

Die Bilderreihe ist davon bestimmt, dass Fabian Pfleger sich von einem Gemälde zum nächsten eine weitere Farbe in allen ihren verfügbaren Tönen erobert. Hier haben zwei Kräfte Mut bewiesen: die BEST GRUPPE mit der Wahl von Fabian Pfleger für das Jahresstipendium 2018/19 und Fabian Pfleger mit seinen auf dieser Grundlage entstandenen Arbeiten. Man kann beiden nur gratulieren."

Robert Fleck,
Prorektor der Kunstakademie Düsseldorf
(Vorwort des Kataloges zur Ausstellung "Ego Renaissance")

Exhibitions

2020

Düsseldorf | Surprize, Kunsthalle Düsseldorf
Dusseldorf | Fabian Pfleger, Merck Finck Düsseldorf


2019

Dusseldorf | BEST Gruppe, Düsseldorf


2018

Munich | MAX33/UNPAINTED, Hearthouse
Cologne | Discovery Art Fair


2017

Dusseldorf | art CAROUSEL, alte Kämmerei
Essen | Du liebes Tier II, Galerie kunst-raum


2016

London | Nothing to see here, Square Gallery
Dusseldorf | Augenfällig, BBK Düsseldorf
Essen | Small wonders, Galerie Goltz


2015

Berlin | Identität, Mojavari Gallery
Amsterdam | No exhibitions allowed, Prinsengracht 72

Contact